Untersuchung der Wirkung von Pumpen auf die Qualität

der geförderten Flüssigkeit bzw. biologisch–dynamischer Präparate

Teil 2

Entsprechend der großen Vielfalt an Flüssigkeiten und pastösen Medien, die In den nachfolgend genannten Bereichen ständig gepumpt werden müssen, ist die Anzahl der dafür entwickelten Pumpenarten sehr groß. Für das Gesamtprojekt wurden Pumpentypen ausgewählt, die in der Trinkwassertechnik, in der Landwirtschaft, bei der Verarbeitung von Lebensmitteln und in der Pharmatechnik üblich sind. Berücksichtigt werden auch Pumpen, die in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft bei der Herstellung der Präparate mithilfe von Flowforms und beim Ausbringen der Präparate durch Spritzen eingesetzt werden.

Im Projektteil 1 wurden von den 9 Pumpentypen vier Pumpen unterschiedlicher Bauart untersucht (siehe Tabelle 1, 1-4 mit Hinweisen darauf, in welchen Bereichen sie angewendet werden und für welche Bereiche sie interessant sind).

Im zweiten Projektteil sollen weitere vier Pumpentypen untersucht werden. Die neuartige Reibungspumpe, welche sich als besonders empfehlenswert erwies, soll als Referenz mit hinzugenommen werden. Die ausgewählten Pumpen umfassen:

  • die Reibungspumpe mit Riemenantrieb1
  • eine Membranpumpe
  • eine Sinuspumpe
  • eine Schlauchpumpe
  • eine Archimedische Schraube, entsprechend einer Schneckenpumpe                                                                                                                          

1 Es hat sich in früheren Untersuchungen gezeigt, dass die Anordnung des Elektromotors, welcher das Drehmoment der Achse erzeugt, in der gleichgerichteten Achse des erzeugten Wirbeltrichters zur Aufnahme von elektromagnetischen Wirkungen durch das Wasser führt

Membran-, Sinus- und Schlauchpumpe sind Verdrängerpumpen, bei denen die Energieerhöhung durch die Druckwirkung eines sich pulsierend verändernden Strömungskanals zustande kommt. Schließlich soll auch die Archimedische Schraube als weitere Pumpe zum Einsatz kommen, wo die Flüssigkeit angehoben wird.

  • Die Reibungspumpe wurde von Felix Hediger im Hinblick auf eine schonende und wassergemäße Bewegung entwickelt. Die Energie der Flüssigkeit wird hier vor allem durch die Reibung an spiraligen Schaufeln und durch eine radiale Erweiterung des Laufrades in Strömungsrichtung erhöht. Die Laufradkanäle sind ähnlich eng wie bei der Kreiselpumpe.
  • Bei der Membranpumpe geschieht die Druckerhöhung in einem Raum, der durch einen Kolben oder eine elastische Membran verändert und durch Ventile abgeschlossenen ist. Die Ventilspalten sind eng, so dass hohe Scherkräfte in der Strömung auftreten.
  • Bei der Sinuspumpe wird ein sinusförmiger Flüssigkeitsraum vom Einlass zum Auslass hin verschoben, bei der Schlauchpumpe sind es Rollen, die den mit Flüssigkeit gefüllten Schlauch fortschreitend zusammendrücken. Bei diesen zwei Pumpentypen sind die Strömungskanäle relativ weit und es treten in der Flüssigkeit nur geringe Scherkräfte auf.
  • Die Archimedische Schraube, auch Schneckenpumpe genannt, wurde ausgewählt, da sie als die schonendste Pumpenart erscheint und bei der Herstellung biologisch-dynamischer Präparate Verwendung findet. Hier wird die Flüssigkeit von den schraubenförmigen Schaufeln in einem schräg gestellten Kanal nach oben geschoben. Die an den Wänden auftretenden Scherkräfte sind daher gering.

Auf die Untersuchung einer Kanalradpumpe sowie einer Kolbenpumpe als weitere Pumpentypen soll aus verschiedenen Gründen verzichtet werden.

Veröffentlichungen zu bisherigen Untersuchungen:

„Wirkung von Pumpen auf die Qualität der geförderten Flüssigkeit“

Voruntersuchungen WasserZeichen Nr. 48 / 7-2018 (C. Liess)

Untersuchungen 2: WasserZeichen Nr. 54 /11-2020 (C. Liess)

Projektbericht 5 „Wirkung von Pumpen“ 2020 - hier erhältlich